Cooperativa Terra e Vida

Produktion: der richtige Weg zu Autonomie und Nachhaltigkeit

Profil

Die Genossenschaft Land und Leben (CTV) ist eine zivilgesellschaftliche Organisation, die 1997 in den Städten Pirapemas und Cantanhede durch Landarbeiter, kleinbäuerliche Familienbetriebe, Agrartechniker und Fachleute verschiedener landwirtschaftlicher Bereiche ins Leben gerufen wurde. Es schlossen sich Produzenten aus Ansiedlungen an, die durch das Nationale Institut für Kolonisierung und Agrarreform (INCRA) gefördert werden, sowie weitere interessierte Ansiedlungen und Vereinigungen von Kleinproduzenten. Die Mitglieder der Genossenschaft zeichnen sich durch Verbundenheit zu den Bereichen Bildung, ökologische Agrarwirtschaft, Gartenbau, Tierproduktion sowie Verkauf und Vermarktung lokaler und ökologischer Produkte aus. Auf die Förderung ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit legt die Genossenschaft großen Wert.

Die CTV hat sich zusammengeschlossen, um die kleinbäuerliche familiäre Landwirtschaft sowie das bäuerliche Leben in sozialem, ökonomischen und kulturellen Sinn zu verteidigen und zu fördern. Sie zielt darauf ab, die Kleinbauern über eine Veränderung der Produktionsbedingungen sowie Vermarktungsmöglichkeiten zu stärken. Die Genossenschaft unterstützt Maßnahmen und Strategien, die die Rückforderung und die Verteilung des Landbesitzes begünstigen. Darüber hinaus werden die Genossenschaftsmitglieder in ihrer Organisation unterstützt und über Bildungsmaßnahmen dazu befähigt, ihre Ziele zu kommunizieren und insbesondere ihre Produktion zu verbreiten und Märkten zugänglich zu machen.

Adresse
Avenida Antônio Ribeiro, Bairro Companhia, Zona Rural, nº 1, CEP 65460000 Pirapemas, Maranhão

Koordination
Francisco de Assis Lopes Reis

Kontakt
0055 98 9 8117 6748
cooperativaterraevida@gmail.com

Unsere Mission

Die Genossenschaft ist in der Region um die Städte Pirapemas und Cantanhede tätig, die im Einzugsgebiet des Itapecuru liegen. Zur Verbesserung der Produktionsmöglichkeiten begann die CTV mit dem Ausbau und der Förderung von Ziegenzucht, der Herstellung von Setzlingen in Baumschulen für die Produktion von Holz und Obst sowie der Verbreitung von Imkerei und Fischzucht. Gleichzeitig bemüht die CTV sich um eine landwirtschaftliche Produktion ohne dass Brandrodung zum Einsatz kommt. Die Zerstörung der Umwelt, insbesondere bedingt durch unkontrollierte Brände bedroht sowohl die landwirtschaftliche Produktion als auch die Viehzucht und resultiert letztlich in ländlicher Armut. Abholzung und Brandrodung garantieren jedoch bei geringem Mechanisierungsgrad und fehlender Industrialisierung einen Ertrag, der in den Bereich der Subsistenzwirtschaft fällt. In diesem Sinne agiert die CTV zielgerichtet in der Sensibilisierung der Produzenten für Anbaumethoden, die den zerstörerischen Kreislauf unterbrechen und unterstützt diese in einer bewussten und nachhaltigen Produktion, die gleichzeitig bessere Einkommensmöglichkeiten verspricht.

Die Genossenschaft entwickelt Maßnahmen zur Wiederherstellung von degradierten Flächen über die Umsetzung des Projekts Sabiá der Vereinigung Educação e Meio Ambiente (EMA). Die Leguminosenart Sabiá wird in Reihen angepflanzt und dient der Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und damit der Steigerung der Ernteerträge sowie als Schutz vor Sonne und Wind. In den Zwischenräumen werden einjährige Kulturpflanzen (Reis, Mais, Maniok, Bohnen) in Fruchtfolgen angepflanzt, über deren Verkauf die Produzenten ihr Einkommen verbessern können. Innerhalb eines Zeitraumes von fünf Jahren können in den Zwischenräumen der Sabiá Ziegen, Schafe und Rinder weiden (2. bis 4. Jahr). Auch der Einsatz von Imkerei, die sich die Blüte der Sabiá zu Nutze macht, zeigt sich rentabel. Im 5. Jahr haben die Bäume eine Größe erreicht, die die Abholzung und den Verkauf als Zaunpfähle und Brennholz ermöglicht. Die Erfahrungen der CTV innerhalb der Umsetzung des Projektes Sabiá wird bereits in weiteren Ansiedlungen des INCRA Maranhão über Abkommen des INCRA mit der EMA verbreitet, ebenso wie in weitere kooperierenden Ansiedlungen in der Region um Cantanhede und Pirapemas.